Themen und Projekte

11-13. April 2020. Klima schützen statt aufrüsten – Atomwaffen verbieten – Nein zur EU-Armee! 

Entwurf Aufruf Ostermarsch Rhein/Ruhr 2020

Die Friedensbewegung setzt zu Ostern Zeichen für Frieden, Entspannung und Abrüstung. Im Gegensatz dazu steigert die NATO die Spannungen gegen Russland mit dem größten Manöver seit Ende des Kalten Krieges. Im 60sten Jahr seines Bestehens lädt der Ostermarsch alle Menschen an Rhein und Ruhr ein, vom 11. bis 13. April 2020 in Duisburg, Köln, Düsseldorf, Essen, Dortmund und anderen Städten für den Frieden zu demonstrieren.

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Manöver und Aufrüstung stoppen!
75 Jahre nach Ende des II. Weltkriegs stehen die Zeichen in Europa auf Aufrüstung und gefährlicher Konfrontation. In dem für April und Mai angesetzten Manöver „Defender 2020“ üben 37.000 NATO-Soldaten den Krieg gegen Russland. Die Hochrüstung der NATO lässt sich nicht mit den russischen Militärausgaben rechtfertigen, da diese aktuell im Verhältnis von etwa 15 zu 1 zugunsten der NATO stehen. Seit der Aufkündigung des Vertrages zum Verbot von Atomraketen in Europa ist einem neuen atomaren Wettrüsten Tür und Tor geöffnet. Die Stationierung neuer US-Atomwaffen in Büchel/Eifel steht an. Über die Aktivitäten der NATO hinaus bringen Politiker, vor allem in Deutschland und Frankreich immer öfter die Aufrüstung der EU und eine eigene EU-Armee ins Spiel. Die EU und die deutsche Verteidigungsministerin betrachten Regionen in Afrika und Asien als militärische Einflusszonen. Wir brauchen weder die NATO noch eine Militär-EU – wir wollen eine zivile Friedensordnung vom Atlantik bis nach Wladiwostok!

Militär zerstört das Klima
Neben der Gefahr der atomaren Vernichtung ist der Klimawandel die existenzbedrohende Gefahr für die Menschheit. Militär ist einer der größten Klimakiller. Allein das US-Militär setzt mehr CO 2 frei als Länder wie Schweden. Der Klimawandel erzeugt Konflikte beim Streit um Ressourcen, um landwirtschaftlich nutzbare Flächen und um bewohnbare Küstenregionen: Klimawandel erhöht die Kriegsgefahr. Die Hochrüstung der NATO-Staaten bedeutet für Deutschland, dass der Militäretat 2020 über 45 Milliarden Euro beträgt, während der Umweltetat nur knapp 3 Milliarden Euro umfasst. Das Geld, das für Rüstung und Krieg ausgegeben wird, fehlt beim Kampf für mehr Klimagerechtigkeit.
Stoppt Rüstung und Krieg – rettet das Leben auf der Erde! Wir brauchen das Geld zum Aufbau einer Welt, in der alle Menschen ohne Not leben können, für Bildung und Wohnen, Gesundheit, eine bessere Alters- und Krankenversorgung, und eine intakte Umwelt. Wir treten für faire Wirtschaftsbeziehungen mit allen Ländern ein, damit niemand zur Flucht gezwungen wird, um die eigene Existenz zu retten.

Rechte Demagogen zurückdrängen!
Rechte Ideologien fördern Feindbilder, Konfrontation und Krieg, im Inneren schüren sie Hass und Gewalt. Die AfD ist eine rechtsextreme, rassistische Partei im Bundestag, deren Sprecher die Taten deutscher Soldaten in zwei Weltkriegen verherrlichen. Sie fordert die Einsatzbereitschaft der Bundeswehr „mit höchster Intensität“ und tritt für die Militarisierung auch der Bildung ein, u.a. durch Wegfall der Zivilklausel an Hochschulen.

  • Den menschenfeindlichen Umtrieben von AfD, der NPD und der „RECHTEN“, von Identitären und Reichsbürgern stellen wir uns entgegen!

Wir fordern:

  • den Atomwaffen-Verbotsvertrag der UNO zu unterschreiben!
  • die Pläne für eine Militarisierung der EU zu stoppen, keine EU-Armee!
  • das Grundgesetz einzuhalten und keine Soldaten in Kriege in alle Welt zu schicken!
  • abrüsten statt aufrüsten!
  • den Stopp aller Rüstungsexporte!
  • den Stopp der Entwicklung von Killerrobotern, weltraumgestützten Waffensystemen und bewaffneten Drohnen!
  • zudem gerade in NRW die Weiterverbreitung von Nuklearwaffentechnik zu verhindert und die Urananreicherungsanlage in Gronau sofort stillzulegen!


75 Jahre nach Ende des Zweiten Weltkriegs: Aktiv werden für Frieden!
Am 8. Mai jährt sich das Ende des Zweiten Weltkriegs zum 75. Mal. Doch die Bundesregierung beteiligt sich aktiv an einer erneuten Steigerung der Spannungen gegen Russland, das damals einen wesentlichen Beitrag zur Befreiung Deutschlands vom Faschismus geleistet hat.
In Erinnerung an die Schrecken des Zweiten Weltkriegs rufen wir auf, über Ostern gemeinsam gegen Aufrüstung und Kriegspolitik, für Abrüstung, Entspannung, eine europäische Friedensordnung und zivile Konfliktlösungen zu demonstrieren!

Antikriegstag 2019
Kein neues Wettrüsten

Am 1. September sind es 80 Jahre her, dass die Nazi-Wehrmacht völkerrechtswidrig
Polen überfiel. Damit begann der Zweite Weltkrieg, der Millionen von Opfern
forderte.

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Der Verein HAGENER FRIEDENSZEICHEN wird am Samstag, 31. August, mit
einer Mahnwache an diesen Tag und seine Vorgeschichte erinnern und gleichzeitig
vor einem neuen atomaren Wettrüsten in Europa waren. Die Mahnwache findet von
11 Uhr bis 13 Uhr am Friedenszeichen in der Hohenzollernstraße statt.

Am 2. August 2019 ist der INF-Vertrag zur Beseitigung von Kurz- und
Mittelstreckenraketen in Europa ausgelaufen. Kurz- und Mittelstrecken-raketen
erhöhen das Risiko der atomaren Kriegsführung. Die USA und Russland
modernisieren ihre Atomwaffenstreitkräfte und entwickeln neue Atomwaffen sowie
konventionelle Waffensysteme mit kurzen und mittleren Reichweiten. Es droht in
Europa ein Wettrüsten mit Mittelstreckenraketen wie zur Zeit des NATO-
Doppelbeschlusses von 1979.

Das HAGENER FRIEDENSZEICHEN appelliert an Bundesaußenminister Maas, sich
nach dem Aussetzen des INF-Vertrags durch die USA und Russland innerhalb der
Bundesregierung dafür einzusetzen, dass eine Stationierung von Kurz- und
Mittelstreckenraketen in Deutschland dauerhaft ausgeschlossen wird. Darüber hinaus
sollte er sich innerhalb der EU für ein neues Abkommen zwischen Russland, den USA
sowie den Mitgliedern von EU und NATO stark machen.

27.08.2019
Ruth Sauerwein

Stadt Hagen zeigt Flagge für atomare Abrüstung

Am 6. Juli wird sich die Stadt Hagen am Flaggentag der „Bürgermeister für den Frieden“ beteiligen und vor dem Rathaus die Flagge dieser weltweiten Bewegung hissen. Die Aktion wird unterstützt vom HAGENER FRIEDENSZEICHEN und der Jugendgruppe East West East Germany. Die Aktion vor dem Rathaus findet um 11 Uhr statt. Dazu sind alle Hagener*innen eingeladen. Im Anschluss wird die Aktion am Friedenszeichen in der Hohenzollernstraße fortgesetzt.

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Der Flaggentag erinnert an ein Rechtsgutachten des Internationalen Gerichtshofs in Den Haag vom 8. Juli 1996, das eine völkerrechtliche Verpflichtung zur nuklearen Abrüstung feststellt und zu entsprechenden Verhandlungen auffordert. Atomwaffen dürften nicht benutzt werden, sie seien unmoralisch und illegal, so das Urteil des Gutachtens des internationalen Gerichtshofes. Rund 300 Städte allein in Deutschland beteiligen sich in diesem Jahr an dieser Aktion und setzen damit ein sichtbares Zeichen gegen Atomwaffen. Hagen gehört seit 1984 diesem Bündnis an, das auf Initiative des Bürgermeisters von Hiroshima entstanden ist.

Die Aufkündigung des Atomabkommens mit dem Iran durch die USA und die Aufkündigung des INF-Vertrags durch die USA und Russland zeigen, wie brüchig und in Teilen unberechenbar die internationale Weltordnung geworden ist. Umso wichtiger ist es, dass Städte weltweit Flagge zeigen für eine atomwaffenfreie Welt. Mit der Aktion appellieren sie an die Bundesregierung, vor Ende der Kündigungsfrist des INF-Vertrages im August alles zu unternehmen, um diesen wichtigen Vertrag zu erhalten.

Atomwaffen stellen eine immense Bedrohung für Städte und Gemeinden auf der ganzen Welt dar. Städte wären im Falle eines atomaren Angriffs durch ihre Wirtschaftskraft, Infrastruktur und hohe Einwohner*innenzahlen herausgehobene Ziele. Das Bündnis der Mayors for Peace setzt sich für das Recht der Bevölkerung auf ein Leben frei von dieser Bedrohung ein. Jeder Einsatz von Atomwaffen, ob vorsätzlich oder versehentlich, würde katastrophale, weitreichende und langanhaltende Folgen für Mensch und Umwelt nach sich ziehen. 

Die Mayors for Peace setzen sich daher für den 2017 von den Vereinten Nationen verabschiedeten Atomwaffenverbotsvertrag (Treaty on the Prohibition of Nuclear Weapons) ein und fordern weltweit die Regierungen auf, diesem Vertrag beizutreten. In dem Vertrag werden Atomwaffen ausdrücklich geächtet.

02.07.2019

Friedenszeichen strahlt allein. Verein legt zur Eröffnung Europafahne aus

Hagen-Mitte. Sie setzen ein Zeichen für den Frieden. Im übertragenen, aber auch im wörtlichen Sinne. Und so leuchtet das Friedenszeichen am Anfang der Hohenzollernstraße jetzt auch in der Dunkelheit. Nicht, weil es durch Kerzen, die zuletzt immer wieder für Ärger gesorgt haben, beleuchtet wird. Sondern weil die Pflastersteine selbst ab Einbruch der Dunkelheit strahlen.

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Aus diesem Grund haben sich die Aktivisten des Vereins Hagener Friedenzeichen gestern getroffen und zur Einweihung eine Europafahne mit Friedenstaube ausgebreitet. „Man mag über Europa denken wie man will“, so Dr. Christian Kingreen, „aber es ist das größte Friedensprojekt.“ Das will der Verein mit Veranstaltungen untermauern: am 4. Mai zum Thema Frieden, am 11. Mai (Umwelt), am 18. Mai (Europa und die Welt) sowie am 25. Mai (soziales Zusammenleben).

13.04.2019