Flaggentag 2026: Rede von Bürgermeisterin Karin Köppen
Rede von Bürgermeisterin Karin Köppen anlässlich des Flaggentages der „Mayors for Peace“ vor dem Rathaus am Mittwoch, 8. Juli 2026
Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,
für viele ist eine Flagge zunächst nur ein Stück Stoff. Andere erkennen in ihr ein Symbol. Und manchmal stehen Symbole für etwas Größeres.
Sie machen sichtbar, was uns wichtig ist. Sie zeigen, wofür wir einstehen. Und sie erinnern uns daran, dass gerade in unruhigen Zeiten Haltung gefragt ist.
Heute möchten wir gemeinsam ein Zeichen setzen und Flagge zeigen:
Gegen die Bedrohung durch Atomwaffen und für die Überzeugung, dass Sicherheit nicht durch Abschreckung und Aufrüstung entsteht, sondern durch Dialog, Zusammenarbeit und Vertrauen. Unsere Flagge soll ein Symbol des Friedens sein.
Der Flaggentag der „Mayors for Peace“ findet jedes Jahr am 8. Juli statt. Weltweit beteiligen sich inzwischen mehr als 8.500 Städte und Gemeinden an dieser Aktion, darunter über 900 Kommunen in Deutschland. Sie alle verbindet eine gemeinsame Botschaft: Atomwaffen dürfen niemals wieder eingesetzt werden!
Der heutige Tag erinnert an ein wichtiges Datum der Rechtsgeschichte.
Am 8. Juli 1996 stellte der Internationale Gerichtshof in Den Haag in einem Gutachten fest, dass die Androhung und der Einsatz von Atomwaffen grundsätzlich gegen das Völkerrecht verstoßen. Zugleich bekräftigte das Gericht die Verpflichtung aller Staaten, auf nukleare Abrüstung hinzuarbeiten.
Die Initiative „Mayors for Peace“ wurde bereits 1982 vom Bürgermeister von Hiroshima ins Leben gerufen und kurz darauf vom damaligen Bürgermeister von Nagasaki unterstützt. Die Städte Hiroshima und Nagasaki wissen wie keine anderen Orte auf der Welt, was der Einsatz von Atomwaffen bedeutet. Hunderttausende Menschen verloren innerhalb weniger Sekunden ihr Leben, ganze Städte wurden ausgelöscht, Generationen litten und leiden bis heute unter den Folgen. Die Überlebenden verband ein Wunsch, der bis heute nichts von seiner Kraft verloren hat: Dass kein Mensch und keine Stadt jemals wieder erleben muss, was Hiroshima und Nagasaki sowie seine Bewohnerinnen und Bewohner erlebt haben.
Aktuell leben wir in einer Zeit großer internationaler Spannungen.
Der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine dauert inzwischen mehr als vier Jahre an. Immer wieder wird in diesem Zusammenhang auch mit nuklearen Drohungen gearbeitet. Zugleich haben die jüngsten militärischen Auseinandersetzungen zwischen dem Iran, Israel und den Vereinigten Staaten gezeigt, wie schnell regionale Konflikte eine globale Dimension annehmen können. Die Sorge vor einer weiteren Eskalation und vor einem Einsatz von Atomwaffen ist für viele Menschen wieder greifbarer geworden.
Das macht deutlich:
Die Gefahr nuklearer Waffen gehört nicht der Vergangenheit an. Sie ist Teil unserer Gegenwart. Und genau deshalb dürfen wir uns nicht an sie gewöhnen.
Frieden ist keine Selbstverständlichkeit. Frieden ist eine Aufgabe. Er beginnt nicht erst in den Hauptstädten dieser Welt oder an internationalen Verhandlungstischen. Er beginnt auch in unseren Städten, in unseren Gemeinden und in unserem täglichen Miteinander. Kommunen tragen Verantwortung für das Zusammenleben der Menschen. Sie sind Orte des Dialogs, der Begegnung und des gegenseitigen Respekts.
Gerade deshalb erheben Städte weltweit ihre Stimme für Abrüstung und Verständigung.
Mein besonderer Dank gilt heute dem Hagener Friedenszeichen. Seit über drei Jahrzehnten engagiert sich der Verein mit großer Beharrlichkeit für Friedensarbeit und Völkerverständigung in unserer Stadt. Mit Mahnwachen, Vorträgen, Ausstellungen und Gedenkveranstaltungen halten Sie als Mitgliederinnen und Mitglieder die Erinnerung wach und schaffen Räume für Diskussion, Begegnung und Nachdenken. Ihr Engagement für Hagen ist keineswegs selbstverständlich, weshalb ich Ihnen heute meine höchste Anerkennung aussprechen möchte.
Meine Damen und Herren,
wir wissen: Eine gehisste Flagge allein wird keinen Krieg beenden. Aber sie kann ein Zeichen setzen, Menschen verbinden und Haltung zeigen.
Und sie kann deutlich machen, dass die Stimme für Frieden nicht verstummt.
Lassen Sie uns deshalb gemeinsam daran festhalten:
An der Überzeugung, dass Konflikte diplomatisch und nicht militärisch gelöst werden müssen. An der Hoffnung auf eine Welt ohne Atomwaffen.
Und an der Verantwortung, Frieden immer wieder neu zu verteidigen – mit Worten, mit Haltung und mit Engagement.
Lassen Sie uns heute gemeinsam Flagge für den Frieden zeigen!
Text: Salome Hess, Volontärin bei der Pressestelle der Stadt Hagen
Lutz Unterseher zu defensiver Verteidigung
Pressebericht Steigerung der Rüstungsausgaben auf fünf Prozent des BIP, Wiedereinführung der Wehrpflicht, rasanter Ausbau der Rüstungsproduktion – ist das alles nötig, um uns vor Putins Expansionsdrang zu schützen? Ein klares Nein formulierte Lutz Unterseher in einer Veranstaltung zum Thema defensive Verteidigung am 28. August in Hagen. Lutz Unterseher ist Soziologe und Politikwissenschaftler und lehrt an Universitäten und Militärakademien im In- und Ausland zu internationalen Beziehungen und Militärtheorie.
Der Verein Hagener Friedenszeichen und der SPD-Ortsverein Mittelstadt/Oberhagen hatten gemeinsam mit Bündnispartnern zu der Veranstaltung unter dem Motto „Weiter mit dem Aufrüstungswahnsinn? Oder Mit defensiver Verteidigung und weniger Geld unser Land sicher und verteidigungsfähig machen“ ins AllerWeltHaus eingeladen.
Lutz Unterseher gehörte in den 80er Jahren zu einer Arbeitsgruppe aus Militärs und Mitgliedern der internationalen Studiengruppe Alternative Sicherheitspolitik. Zu einem wichtigen Unterstützer wurde der Philosoph und Physiker Carl Friedrich von Weizsäcker. Ziel war die Entschärfung des Ost-West-Konflikts und eine Antwort auf die wachsende nukleare Bedrohung. Kern des Konzepts ist, dass sich ein Land auf eine Armee beschränkt, die fähig ist, das Staatsgebiet zu verteidigen, aber über keine Offensiv- und Angriffswaffen verfügt. Das bedeutet zum Beispiel: Weniger Panzerverbände, Luftstreitkräfte und keine hochgerüstete Marine für Einsätze im Fernen Osten. Die Einheiten sollten dezentral agieren, gewissermaßen ein Sicherheits-Spinnen-Netz über das Land legen, das lokal in der Lage ist, Angriffe abzuwehren und die Bevölkerung zu schützen. Es soll signalisieren: Wir werden jeden Angriff abwehren, aber wir werden niemanden angreifen. Das Konzept läuft auch unter dem Begriff vertrauensbildende Verteidigung.
Die „defensive Verteidigung“ ist seit den 80er Jahren weiterentwickelt worden, nicht nur für Landstreit-, sondern auch für Luft und Seestreitkräfte. Laut Lutz Unterseher wären für eine solch umgebaute Bundeswehr maximal 170.000 Soldatinnen und Soldaten nötig. Eine wichtige Basis für die Umsetzung dieses Konzepts und auch für die Abwehr hybrider Kriegsführung sei eine stabile Demokratie und ein gut ausgebauter Sozialstaat, der ein Gefühl sozialer Gerechtigkeit vermittelt. Beides sei durch die geplante Hochrüstung bedroht, denn die eingeplanten Gelder gingen zulasten des Sozialstaats - und auch zulasten eines konsequenten Einsatzes gegen die Klimawandel, der größten Bedrohung, vor der die Erde steht, wie mehrere Diskussionsteilnehmer*innen betonten.
Unterseher erteilte der Auffassung eine Absage, der Rüstungs-Booster könne die Wirtschaft beleben. Rüstung schaffe keine bleibenden Werte, die in den Wirtschaftskreislauf eingehen. Er sprach von einem Strohfeuereffekt, der jetzt ausgelöst werde, aber keine wirtschaftlichen Probleme löse. Nur der Wirtschaft werde eine gefährliche Schlagseite verpasst.
Unterseher bedauerte, dass alternative Wissenschafler*innen – im Gegensatz zu den 80er Jahren - zurzeit keinerlei Zugang zur Politik auf Bundesebene haben, um ihre Vorstellungen darzulegen. In Politik und Medien werde einseitig auf Hochrüstung auch mit Offensivwaffen und für weltweite Einsätze gesetzt. Alles mit dem Hinweis auf Putins Absichten, Europa unter seine Gewalt zu bringen. Unterseher schätzt diese Gefahr relativ gering ein. Putins Russland habe nicht das Potential für einen solchen Angriff.
Ruth Sauerwein
…Und alsogleich macht er sich rund,
Schließt seinen dichten Stachelbund
Und trotzt getrost der ganzen Welt,
Bewaffnet, doch als Friedensheld.
Aus dem Gedicht „Bewaffneter Frieden“ von Wilhelm Busch
Hiroshima - Erinnerung und Mahnung
Am 6. August 2025 erinnerten Mitglieder desHaganer Friedenszeichens an den Abwurf der Atombombe auf Hiroshima vor 80 Jahren. In Erinnerung an das Mädchen Sadako, das an den Folgen der atomaren Strahlung stark, falteten sie Kraniche. Es gab viele interessante Gespräche zum Thema Krieg und Frieden und den Gefahren einer neuen - auch atomaren - Hochrüstung.
Flaggentag 2025
Am 8. Juli wurde wurde am Hagener Rathaus die Flagge der Bürgermeister für den Frieden gehisst. Die Stadt Hagen und das HAGENER FRIEDENSZEICHEN hatten zu dieser jährlichen Aktion der "Bügermeister für den Frieden" eingeladen. Auc einige Kandidaten für das Amt des Oberbürgermeisters nahmen an der Zeremonie teil. Für die Stadt Hagen betonte Bürgermeister Dietmar Thieser die Bedeutung des Kampfes für atomare Abrüstung.
Der Flaggentag als weltweite Aktion der Bürgermeister für den Frieden
Zu den Aktivitäten des Bündnisses gehört der Flaggentag am 8. Juli. Weltweit wird an diesem Tag an Rathäusern die Flagge des Bündnisses gehisst, um zu atomarer Abrüstung zu mahnen. Anlass ist das Urteil des Internationalen Gerichtshofes vom 8. Juli 1996, das die Drohung mit Atomwaffen für völkerrechtswidrig erklärt. Städte, die dem Bündnis „Bürgermeister für den Frieden“ beigetreten sind, fordern die Atommächte mit dieser Aktion auf, Schritte zur Abrüstung zu unternehmen. Ihr Argument: Atomwaffen stellen eine immense Bedrohung für Städte und Gemeinden auf der ganzen Welt dar. Städte wären im Falle eines atomaren Angriffs durch ihre Wirtschaftskraft, Infrastruktur und hohe Einwohner*innenzahlen herausgehobene Ziele. Gleichzeitig erinnert dieser Tag daran, dass die UNO am 7. Juli 2017 den Vertrag zum Verbot von Atomwaffen verabschiedet hat.
OM 2025: Friedensfähig statt kriegstüchtig
Zehntausende friedensbewegte Menschen in über 100 Orten demonstrierten an den Ostertagen für Frieden, gegen Kriege, für Abrüstung und gegen weitere Aufrüstung. Aus Hagen beteiligten sich friedensbewegte Menschen am dritten Tag des Ostermarsches Rhein-Ruhr in Dortmund. Etwa 800 bis 1000 Teilnehmer*innen wandten sich gegen die massive Aufrüstung, forderten das Ende des Kriegs von Russland gegen die Ukraine durch Diplomatie statt immer tödlicherer Waffenlieferungen ebenso wie das Ende von Israels Militäreinsatz in Gaza und im Westjordanland.
Aus der Abschlusserklärung der Infostelle Ostermarsch 2025:
„Wir haben mit der Anzahl der Einzelaktionen und den Teilnehmerzahlen das Niveau gehalten und teilweise deutlich übertroffen.“, so der Sprecher der Infostelle Ostermarsch 2025, Willi van Ooyen. Die überwunden geglaubte Ideologie des Kalten Krieges mit Säbelrasseln, alten und neuen Feindbildern, Bruch des Völkerrechtes, gepaart mit Aufrüstung und Rüstungsexporten verunsichert die Menschen und verbreitet Angst. Umso bedrohlicher ist die für das Jahr 2026 geplante Stationierung neuer Mittelstreckenwaffen in Deutschland. Dagegen wurden überall Unterschriften unter dem „Berliner Appell“ gesammelt.
Die zunehmend direkte Betroffenheit durch offene Kriegsvorbereitungen zeigte sich vor allem in der Präsenz von Jugendbündnissen. Diese beteiligten sich bei den Aktionen mit ihren Forderungen gegen die geplante Reaktivierung der Wehrpflicht und für die Beibehaltung der Zivilklausel in den Universitäten. Spürbar sind für die Menschen auch die sich abzeichnenden Mittelkürzungen für Sozialausgaben zugunsten gesteigerter Rüstungslasten.
Wie in den Kundgebungsreden zum Ausdruck kam, verweigert sich die Friedensbewegung dem Zwangsdenken von Kriegspropaganda, Kriegsdrohungen und Kriegsführung. Sie hält fest an ihrer Vision von einer Welt ohne Atomwaffen, von einem entmilitarisierten Europa der Völkerverständigung und einem Deutschland, von dessen Boden kein Krieg, sondern Frieden ausgeht und Ressourcen für die Lösung der globalen Menschheitsprobleme bereit gestellt werden. Nationalismus und Rassismus wurde bei den Kundgebungen eine eindeutige Absage erteilt.
Angesichts der weltweiten Kriege, die auch durch deutsche Kriegsbeteiligung und Waffenlieferungen angeheizt werden, fordert der Sprecher der Infostelle Ostermarsch, Willi van Ooyen: „Die Friedensbewegung darf den Regierenden ihre Unschuldsbekundungen nicht durchgehen lassen. Sie macht weiter mit vielfältigen Aktionen für Frieden und Abrüstung. Die deutsche Politik trägt große Verantwortung für das Morden in aller Welt. Eine neue Entspannungspolitik muss her.“
Frankfurt am Main, 21. April 2025
Friedenfähig statt kriegstüchtig
Bericht über die Veranstaltung mit Dr. Hajo Schmidt am 20.02.2025
Mit großem Interesse verfolgten die Zuhörer*innen den Ausführungen des Friedensforschers Dr. Hajo Schmidt im Kulturzentrum Pelmke. „Frieden schaffen mit immer mehr Waffen?“ lautete die Frage. Der gegenwärtigen Politik der Forderung nach Ausbau der Rüstung in Richtung Kriegstüchtigkeit stellte Hajo Schmidt ein Konzept entgegen, das bereits zu Beginn der 2000er Jahre entwickelt wurde: das Konzept der defensiven Verteidigung (Lutz Unterseher: „Frieden schaffen mit anderen Waffen“ - Alternativen zum militärischen Muskelspiel). Kern des Konzepts ist es, sich auf die Verteidigung zu konzentrieren und das auch auf internationaler Ebene deutlich zu machen: „Von Deutschland soll `Nicht-Bedrohung` ausgehen.“
Der Verein HAGENER FRIEDENSZEICHEN wird sich zu einem späteren Zeitpunkt mit dem Konzept der defensiven Verteidigung intensiver auseinandersetzen. Angesichts der immensen Summen, die im Moment als Rüstungsausgaben im Umlauf sind, und der Gefahren, die von diesen Plänen ausgehen, ist eine Debatte über Alternativen zu diesen wahnwitzigen Plänen dringend erforderlich.
Bericht von der Veranstaltung am 3. Mai. 2024 mit Dr. Ute Finckh-Krämer
Kriegstüchtig oder verteidigungsfähig?
Was macht ein Land verteidigungs- und zugleich friedensfähig? Darüber diskutierte Dr. Ute Finckh-Krämer am 3. Mai mit interessierten Bürgerinnen und Bürgern im AllerWeltHaus. Dr. Ute Finckh-Krämer ist Gründungsmitglied des Bundes für Soziale Verteidigung und aktiv in der Plattform Zivile Konfliktbearbeitung.
Die Bundesregierung will 100 Milliarden Euro an Sondervermögen und 68 Milliarden Euro aus dem laufenden Haushalt für Rüstung ausgeben. Deutschland soll gegen mögliche Angriffe verteidigt werden. Wie geht das am besten? Mit Milliarden mehr fürs Militär oder durch eine kluge Sicherung unserer Freiheit? Im Sinne der Sozialen Verteidigung muss der Schutz der Zivilbevölkerung, der lebensnotwendigen Infrastruktur und die Abwehr von Cyberangriffen im Vordergrund stehen. Das bedeutet: Statt neuer Kampfjets, die Atomwaffen tragen und offensiv eingesetzt werden können, eine effiziente Raketenabwehr zum Schutz des Landes.
Was macht eine Gesellschaft stark und widerstandsfähig? Ein Land, das einen starken sozialen Zusammenhalt hat, in dem soziale Gerechtigkeit herrscht, ist stabil gegenüber rechtsradikaler Stimmungsmache und autokratischer Propaganda. Ein Land, in dem sich viele ausgegrenzt fühlen und in dem wichtige soziale Ansprüche wie Wohnen, Bildung, Gesundheit ungleich verteilt sind, ist in sich gespalten und wenig resilient. Darum ist der Ausbau des Sozialstaates ein wichtiger Grundpfeiler der sozialen Verteidigung. 100 Milliarden Euro Sondervermögen wären hier gut angelegt.
Die Zahlen des internationalen Forschungsinstituts SIPRI belegen, dass wir uns auf eine neue Phase des Wettrüstens zubewegen mit immer moderneren und zerstörerischen Waffensystemen. Soziale Verteidigung bedeutet hingegen, nicht durch Hochrüstung Gegenreaktionen auszulösen und in eine Spirale von Gewalt und Gegengewalt zu geraten. Kurz gesagt: Verteidigungsfähig ja, kriegstüchtig Nein.
Dr. Ute Finck-Krämer hob die Bedeutung der „Diplomatie von unten“ hervor. Wichtig sei es unter anderem, trotz des Überfalls Russlands auf die Ukraine die Partnerschaften mit russischen Städten oder die Kontakte zwischen Universitäten und anderen Institutionen nicht abreißen zu lassen. Nach dem Ende des Krieges müssten neue Grundlagen für ein friedliches Zusammenleben geschaffen werden.
Veranstaltung am 16. Mai
Am Donnerstag, 16. Mai, findet im AllerWeltHaus eine weitere Veranstaltung statt, diesmal zum Thema „Krieg gegen Mensch und Natur – Selbstvernichtung oder Gemeinsame Sicherheit?“. Referent ist Michael Müller, Bundesvorsitzender der Naturfreunde Deutschland. Veranstalter ist ein Bündnis aus Arbeit und Leben, Naturfreunde, Hagener Friedenszeichen, SPD Ortsverein Mittelstadt/Oberhagen, terre des hommes, attac Hagen und der Stadtkirchengemeinde Hagen. Ort: AllerWeltHaus, Beginn: 19 Uhr.
Um Anmeldung wird gebeten unter [email protected].