Pressemitteilung                                                                                          31.08.2022
 
Forderung am Antikriegstag: atomar abrüsten !

Der Verein HAGENER FRIEDENSZEICHEN will den Rat der Stadt Hagen auffordern, dem ICAN-Städteappell beizutreten. In dem Appell fordern Städte und Gemeinden die Bundesregierung auf, dem UN-Atomwaffenverbotsvertrag beizutreten. Den Aufruf unterstützen bereits 137 Städte, fünf Landkreise und Regionen sowie vier Landesregierungen.

Gerade um den 1. September herum – seit 1957 Antikriegstag – lohnt sich ein Rückblick auf Kriege und ihre Folgen. Am 1. September vor 83 Jahren begannen Hitler und seine Generäle den Zweiten Weltkrieg – einen Krieg, der über 55 Millionen Menschen das Leben kostete, die meisten der Opfer waren Zivilisten. Am Ende stand die atomare Katastrophe von Hiroshima und Nagasaki.

Der Antikriegstag steht in diesem Jahr unter dem Eindruck des Krieges Russlands gegen die Ukraine und im Zeichen eines neuen atomaren Wettrüstens. Angesichts des Krieges scheint die traditionelle Forderung „Nie wieder Krieg“ wie aus der Zeit gefallen. Aber: Jeder Krieg ist ein Angriff auf die Menschheit und die Menschlichkeit. Darum muss alles getan werden, diesen Krieg durch Verhand-lungen zu beenden.

Gerade der Ukraine-Krieg zeigt, wie wichtig es ist, am Ziel einer weltweit kontrollierten Abrüstung festzuhalten. Das gilt besonders für eine weltweite Ächtung der Atomwaffen. Atomwaffen richten sich vor allem gegen Städte und deren Bewohner*innen sowie die Infrastruktur von Staaten. Die Bedrohung richtet gegen die Zivilbevölkerung. Darum müssen gerade Städte dafür sorgen, dass die atomare Bedrohung endet. Das Internationale Komitee des Roten Kreuzes und die Weltgesund-heitsorganisation weisen darauf hin, dass nirgends auf der Welt die medizinische Infrastruktur den Folgen eines Atomwaffenangriffs gewachsen wäre.

Der Verein HAGENER FRIEDENSZEICHEN wird den Rat der Stadt Hagen auffordern, dem ICAN-Städteappell beizutreten.

ICANSave – der Städteappell 
Unsere Stadt ist zutiefst besorgt über die immense Bedrohung, die Atomwaffen für die Städte und Gemeinden auf der ganzen Welt darstellen. Wir sind fest überzeugt, dass unsere Einwohner und Einwohnerinnen das Recht auf ein Leben frei von dieser Bedrohung haben. Jeder Einsatz von Atomwaffen, ob vorsätzlich oder versehentlich, würde katastrophale, weit-reichende und lang anhaltende Folgen für Mensch und Natur nach sich ziehen. Daher begrüßen wir den von den Vereinten Nationen verabschiedeten Vertrag zum Verbot von Atomwaffen 2017 und fordern die Bunderegierung zu deren Beitritt auf. 

Friedenspreis für Gertrud Nehls

Friedensfest und Verleihung des Friedenspreises am 20. August
In einer Zeit von Krieg, wachsenden Spannungen und explodierenden Rüstungsausgaben verleiht der Verein HAGENER FRIEDENSZEICHEN den Fritz-und-Ingeborg-Küster Friedenspreis an Gertrud Nehls. Der Preis ist von den südwestfälischen Friedensgruppen ausgelobt und wird seit 2011 verliehen (bisherige Preisträger*innen siehe Liste). Die Feier findet am Samstag, 20. August, um 15 Uhr in der Johanniskirche statt.
Gertrud Nehls wurde 1939 in Saarbrücken geboren. Anfang der 50er Jahre kam die gelernte Krankenschwester mit ihrer Familie nach Hagen. Hier engagierte sie sich bei Amnesty International, war beteiligt an der Gründung des AllerWeltHauses und des Café Mundial, war aktiv in der Friedensbewegung. Besonderes Anliegen war ihr die Hilfe für Asylsuchende. Sie gründete den Arbeitskreis Asyl und den Verein zur Förderung der Flüchtlingsarbeit, dessen Vorsitzende sie lange Zeit war. Gertrud Nehls protestierte auch auf sehr persönliche Weise gegen Krieg und Aufrüstung: Sie weigerte sich, den Teil ihrer Steuern zu zahlen, der den Anteil der Rüstungsausgaben am Bundeshaushalt ausmachte. Sie schreckte auch vor einem Gerichtsverfahren nicht zurück.
Der Verein HAGENER FRIEDENSZEICHEN ehrt mit der Preisverleihung und der Feier im Kreis von vielen Weggefährt*innen dieses jahrzehntelange Engagement. Gerade in diesen Zeiten ist es wichtiger denn je, über Wege zum Frieden zu sprechen und über Menschen zu sprechen, die diesen Weg ihr Leben lang gegangen sind.
Ruth Sauerwein
 
Liste der Preisträger*innen
Inge Radau, Iserlohn                                         2011 
Netty Müller-Grosse, Hagen                             2013 
Heinz Mührmann, Altena                                  2015 
Günther Sauerbier, Hagen                                 2017 
Matthias Wagner, Lüdenscheid                       2019 
Gertrud Nehls, Hagen                                        2022

Stadt Hagen beteiligt sich am Flaggentag der "Bürgermeister für den Frieden"

Pressemitteilung                                                                                                                                         05.07.2022
 
HAGENER FRIEDENSZEICHEN ruft um 14 Uhr zu Aktion gegen Atomwaffen auf
Am 8. Juli wird die Stadt Hagen als Mitglied des Städtebündnisses „Bürgermeister für den Frieden“ am Rathaus die Flagge dieser Bewegung hissen. Mit dieser Aktion des weltweiten Bündnisses „Mayors for Peace“ appellieren die Bürgermeister an die Staaten der Welt, Atomwaffen endgültig abzuschaffen. Der Verein HAGENER FRIEDENSZEICHEN ruft an diesem Tag zu einer kleinen Kundgebung um 14 Uhr vor dem Rathaus auf. Als Vertreter der Stadt wird Bürgermeister Dietmar Thieser teilnehmen.
Der Flaggentag findet in diesem Jahr unter dem Eindruck der russischen Aggression gegen die Ukraine statt. Russland drohte im Verlauf des Krieges mit dem Einsatz von Atomwaffen. Die NATO hat die Modernisierung des Atomwaffenarsenals verkündet. Steuert die Welt auf ein neues atomares Wettrüsten zu? Gerade Städte und ihre Bewohner*innen werden durch diese Waffen bedroht und völliger Zerstörung ausgeliefert. Ein Grund, warum dieser Tag, der auf Initiative des Bürgermeisters von Hiroshima ins Leben gerufen wurde, in diesem Jahr von besonderer Bedeutung ist.
Am Samstag werden Mitglieder des HAGENER FRIEDENSZEICHENs an Aktionen gegen die Atomwaffen in Büchel teilnehmen. Diese Waffen sollen im kommenden Jahr mit Milliardenaufwand modernisiert und damit einsatzfähiger gemacht werden. Ein solches Atomwaffenlager vor unserer Haustür kann im Fall wachsender Spannungen zum Angriffsziel werden. Die Friedensbewegung setzt sich seit Jahren für den Abzug dieser Waffen ein.
Appell an die Hagener Mitglieder des Bundestages
Im Namen des HAGENER FRIEDENSZEICHEN e.V. hat sich der Vorsitzende Dr. Christian Kingreen  an die Hagener Bundestagsabgeordneten mit der Bitte gewandt, sich beim Innenministerium für eine großzügige Visaerteilung  für russische und belorussische Deserteur*innen einzusetzen.
Der Bundestag hatte in einem Beschluss vom 28. April an die russischen Soldat*innen appelliert, die Waffen niederzulegen. Der Weg ins deutsche und europäische Asylverfahren stünde Deserteur*innen offen. Vertreter der russischen und belarussischen Deserteure, Pro Asyl e.V und das internationale Netzwerk der Deserteure „Connection“ (siehe Frankfurter Rundschau 25./26.6.22) weisen darauf hin, dass inzwischen ca. 300 000 russische Deserteur*innen nach Georgien oder in die Türkei geflohen sind. Auch haben ca. 20 000  Deserteur*innen Belarus verlassen. Sie brauchen dringend ein Visum nach Deutschland und nach Europa, da sie weder in Georgien noch in der Türkei irgendwelche Unterstützungen bekommen.
 
Ruth Sauerwein

"Sagen Sie NEIN zum Bundeswehr-Sondervermögen"

Brief an NRW-Ministerpräsident Wüst und die Landtagsfraktionen

Pressemitteilung                                                                                                                         01.06.2022
 
Der Verein HAGENER FRIEDENSZEICHEN hat sich an NRW-Ministerpräsident Wüst und die Landtagsfraktionen gewandt mit der Forderung, im Bundesrat der Grundgesetzänderung zum Sondervermögen Bundeswehr nicht zuzustimmen. Nach Medienberichten soll schon in der kommenden Woche der Bundestag über diese Frage abstimmen. Anschließend liegt der Gesetzantrag dem Bundesrat vor. „Zum Wohl der Menschen in NRW bitten wir Sie: Sagen Sie NEIN zu diesem Aufrüstungspaket, mit dem auch die Zustimmung zur Beschaffung neuer Kampfbomber für die in Büchel auf deutschem Boden gelagerten Atomwaffen erteilt werden soll“, heißt es in dem Schreiben.
 
Das HAGENER FRIEDENSZEICHEN setzt sich seit vielen Jahren für eine konsequente Friedenspolitik und atomare Abrüstung ein. Dazu gehören Aktionen zum Flaggentag am 8. Juli der „Bürgermeister für den Frieden“ und am 6. August zum Hiroshima-Tag ebenso wie Fahrten nach Büchel, um an Aktivitäten für den Abzug der dort gelagerten Atomwaffen teilzunehmen. Die gewaltige Zerstörungskraft dieser Waffen und das Wissen um die jahrzehntelange atomare Verstrahlung ganzer Landstriche hat in den 80er Jahren Millionen von Menschen dazu bewegt, für atomare Abrüstung auf die Straße zu gehen. Im Juni tagt die Folgekonferenz der UNO zum Atomwaffenverbotsabkommen in Wien, an dem die Bundesregierung laut Koalitionsvertrag als Beobachter teilnehmen will. Der Prozess der weltweiten Ächtung von Atomwaffen darf nicht gefährdet werden. Mit der Verfassungsänderung wird nach Ansicht des FRIEDENSZEICHENs eine Militarisierung festgeschrieben, die durch nachfolgende Generationen kaum noch korrigiert werden kann und den Handlungsspielraum zukünftiger Regierungen erheblich einengt.
 
Der Verein HAGENER FRIEDENSZEICHEN kritisiert, dass eine derart weitreichende Grundgesetzänderung ohne Zeit für eine demokratische gesellschaftliche Diskussion unverhältnismäßig ist. „100 Milliarden für Aufrüstung zieht Ressourcen aus wichtigen Zukunftsprojekten ab – es bindet Finanzmittel, die besser für nachhaltige kooperative Sicherheit zu verwenden wären“, heißt es in dem Brief. Er endet mit dem Appell: „Sorgen Sie mit einem NEIN im Bundesrat dafür, dass sich die Bundesregierung für einen Friedensprozess einsetzt, der Rüstungskontrolle und Abrüstung als wesentliche Bestandteile beinhaltet und zur Abschaffung aller Atomwaffen beiträgt.“
 
Ruth Sauerwein
 

8. Mai 2022

Der 8. Mai 2022 war kein Tag zum Feiern - denn 77 Jahre nach der Niederlage des Faschismus in Deutschland herrscht Krieg zwischen Russland und der Ukraine. Mit einem Plakat und Blumen gedachten wir der Toten des Zweiten Weltkriegs (überwiedend Zivilisten) und mahnten zum Frieden.

Treffen - mal wieder in Präsenz

Am 25. März trafen sich Mitglieder des Vereins HAGENER FRIEDENSZEICHEN nach langer Zeit einmal wieder in Präsenz im Café Stich. Im Vordergrund standen die persönlichen Einschätzungen, aber auch Stimmungslagen nach dem Angriff Russlands auf die Ukraine. Was wird aus einer Politik, die auf dem Prinzip gemeinsamer Sicherheit basiert? Wie stehen wir zu Waffenlieferungen? Die Diskussion wird sich noch lange fortbestehen.
Protokoll s. unten

Protokoll Hagener Friedenszeichen vom 25. März 2022 


Teilnehmer: Netty, Barbara, Ruth, Rainer, Rainer, Edgar, René, Rüdiger, Christian 
 
 1.Diskussion zum Ukrainekrieg:
Eine Einschätzung von mir lege ich in einem gesonderten Anhang bei. 
 
2. Treffen im  Rombergpark 15.4.22, Karfreitag 
Wir werden mit einem Bus dorthin fahren können. Einzelheiten werden später bekanntgegeben.
 
3. Ostermarsch
Der  Ostermarsch findet statt
Einzelheiten werden später bekanntgegeben
 
4. Nächstes Treffen:
 Freitag, 8. April.
 Es wird noch entschieden werden, ob wir uns digital oder normal treffen.
 
Christian 

Lieder der Solidarität

Am 25. März sang unser Mitglied Rüdiger Drallmeyer am Friedenszeichen selbst getextete Lieder der Solidarität mit den Menschen in der Ukraine. Ein kleiner, aber wirkungsvoller Beitrag, um unsere Wunsch nach Frieden auszudrücken.

Am 2. März in Hagen
Solidarität und Ruf nach Frieden

Die Ankündigung des Vereins HAGENER FRIEDENSZEICHEN und von East-West-East Germany einer Mahnwache gegen den Krieg in der Ukraine fand am 2. März ein großes Echo. Es gab ein großes Bedürfnis, Solidarität zu zeigen, aber auch die eigenen Ängste und Erschütterungen zu zeigen. Jugendliche waren die Rednerinnen und Redner der Kundgebung, denn es geht um ihre Zukunft. Es sprachen auch ein junger Mann mit familiären Wurzeln in der Ukraine und eine Praktikantin aus Russland, die gegenwärtig für East-West-East Germany arbeitet. Ein Appell: Nicht das russische Volk ist der Gegner, sondern Putin. Das Ziel einer friedlichen Welt bleibt unser Ziel. Krieg darf nicht das letzte Wort behalten.

Krieg darf nicht das letzte Wort behalten

Die Mitglieder des Vereins HAGENER FRIEDENSZEICHEN sind entsetzt über den Einmarsch russischer Truppen in die Ukraine. "Wir sind solidarisch mit den Menschen in der Ukraine, die die Schrecken eines Krieges erleben, und mit den Menschen in Russland, die mutig gegen diesen Krieg demonstrieren. Wir trauern um die Menschen, die jetzt durch Waffengewalt ihr Leben verlieren. Wir begrüßen, dass die Stadt Hagen am Rathaus die Flagge der Bürgermeister für den Frieden gehisst hat. Krieg darf bicht das letzte Wort behalten." So Dr. Christian Kingreen, Vorsitzender des Vereins HAGENER FRIEDENSZEICHEN.
Der Verein appeliert vor allen Dingen an die junge Generation, an alle in Deutschland lebenden Menschen, egal welcher Nationalität, sich nicht beirren zu lassen und gemeinsam für unsere Werte einzuterten: Frieden, Demokratie, gutes Leben für alle. Darum ruft der Verin dazu auf, am Mittwoch, dem 2. März, nachmittags um 17.30 Uhr am Friedenszeiochen in der Hohenzollernstraße Zettel mit Friedenswünschen - jeweils in ihrer Muttersprachew - niederzulegen. Es besteht dabei auch die Gelegenheit, ins Gespräch zu kommen und sich über Sorgen und Ängste auszusprfechen.
Hagen, 25.02.2022

Pressemitteilung
Ein Jahr Atomwaffenverbotsvertrag der UNO

Am 22. Januar jährt es sich, dass der UN-Vertrag zum Verbot von Atomwaffen (AVV) in Kraft getreten ist. Seit einem Jahr sind Atomwaffen geächtet und somit verboten. Der Verein HAGENER FRIEDENSZEICHEN begrüßt in diesem Zusammenhang, dass die Bundesregierung zumindest Beobachter zur Folgekonferenz im März nach Wien schicken wird. "Gemeinsam mit der Friedensbewegung wollen wir öffentliche Aufmerksamkeit für die internationale Atomwaffenpolitik schaffen und bei den poilitisch Verantwortlichen ein Umsteuern bewirken", sagt Dr. Christian Knkgreen, Vorsitzender des Vereins.
Zum Jahrestag des UN-Vertrages werden in vielen Städten Aktionen stattfinden. Die Forderung lautet, dass Deutschland dem Verbotsvertrag beitritt und den Abzug der 20 Atomsprengköpfe aus Büchel veranlasst. Vier Bundesländer und alle Landeshauptstädte haben sich inzwischen der Empfehlung angeschlossen. Der Verein HAGENER FRIEDENSZEICHEN würde es begrüßen, wenn auch die Stadt Hagen einen entsprechenden Beschluss fasst. Immerhin hat sich Hagen bereits 1984 zur atomwaffenfreien Zone erklärt und ist Mitglied der weltweiten Bewegung "Bürgermeister für den Frieden".
Viele Aktionen am 22. Januar stehen unter dem Motto "Licht im Dunkeln". In Hagen leuchtet seit einigen Jahren das Friedenszeichen in der Hohenzollsernstraße im Dunkeln. Am 22. Januar wird es besonders hell strahlen.
Ruth Sauerwein

Pressemitteilung zum Jahreswechsel 2021/22

Wunsch an die Regierung: Mehr Frieden wagen!

Weihnachten und Neujahr - das ist die Zeit des Wünschens und des Hoffens. Für die Mitglieder des Vereins HAGENER FRIEDENSZEICHEN bedeutet das die Erwartung an die neue Bundesregierung, mehr Frieden zu wagen, gerade in dieser Zeit zunehmender Spannungen.
Der Koalitionsvertrag bietet Anlass zur Hoffnung. Darin steht, dass Deutschland als Beobachter an der Vertragsstaatenkonferenz des UN-Atomwaffenverbotsvertrags teilnehmern wird. Der Verein hat sich in vielen Aktionen dafür eingesetzt, dass Deutschland diesem Abkommen beitritt. Der Koalitionsvertzrag ist ein Schritt in die richtige Richtung. Trotzdem bleiben Wünsche offen. Die Koalition hält an der Poltik der nuklearen Teilhabe fest. Damit wird der Abzug aller Atomwaffen aus Deutschland unmöglich. Mit der geplanten Anschaffung atomwaffenfähiger Kampfjets als Ersatz für die Bundeswehr-Tornados wird die nukleare Teilhabe zementiert.
Positiv bewertet der Verein, dass dasThema "Zivile Konfliktprävention" im Koalitionsvertrag auftaucht - Krisenprävention und ziviles Krisenmanagement sollen grundsätzlich gestärkt werden - allerdings fehlen konkrete Ausbauziele.
Kritisch sieht der Verein, dass die Regierung ihren Verpflichtungen innerhalb der NATO nachkommen will, langfristig insgesamt drei Prozent des deutschen Bruttoinlandsprodukts in internationales Handeln zu investieren. Der Verein sieht darin ein Bekenntnis der Koalition zum Zwei-Prozent-Ziel der NATO und damit zu einem weiteren massiven Anstieg der Rüstungsausgaben.
Für eine friedliche Welt bleiben viele Wünsche offen. Der Verein HAGENER FRIEDENSZEICHEN wird sich 2022 weiterhein für atomare Abrüstung und eine Poiltik der zivilen Konfliktlösung einsetzen. Dabei wird er den Kontakt suchen zu den drei Hagener Bundestagsabgeordneten - alle Mitglieder von Parteien der Regierungskoalition.
Dabei unterstützt der Verein den Appell von über 50 Nobelpreisträger*innen, die eine Senkung der weltweiten Rüstungsausgaben um zwei Prozent fordern. Die Hälfte der so eingesparten Mittel soll einem globalen Fonds zur Bekämpfung von Klimawandel, Pandemien und extremer Armut zugewiesen werden.
Ruth Sauerwein

Lernen Sie uns kennen

M

Herrn
Bundespräsidenten
Frank Walter Steinmeier
Spreeweg 1
10557 Berlin
Hagen, 28.6.2021
 
Sehr geehrter Herr Bundespräsident,
Die Mitglieder des Vereins HAGENER FRIEDENSZEICHEN danken Ihnen sehr für Ihre Rede zum 80. Jahrestag des Überfalls Nazi-Deutschlands auf die Sowjetunion.
Ihr eindrucksvoller Appell für eine Politik, die auf Verständigung auch unter schwierigen Bedingungen beruht, ist gerade in einer Zeit wichtig, in der Spannungen und Polarisierung zunehmen.
 
Wir würden es begrüßen, wenn diese Rede weit verbreitet wird – an Schulen, Bildungsstätten, Orte des Lernens und der Diskussion. Die geschichtlichen Hintergründe und der Blick auf die schwierige Gegenwart bieten eine gute Basis für produktive Auseinandersetzungen und Lernprozesse.
 Ein solches Wissen ist wichtig für die künftigen Beziehungen zwischen unseren beiden Ländern.
Russland und Deutschland liegen auf einem Kontinent. Sie haben eine gemeinsame Verantwortung eine friedliche Entwicklung Europas. Ihre Rede kann einen guten Beitrag dazu leisten.
 
Mit freundlichen Grüßen
Dr. Christian Kingreen, 1.Vorsitzender 
 
P.S. Der Verein hat am Mahnmal für Zwangsarbeiter, Deserteure und allen Hagenern, die sich dem Naziterror widersetzten, des Jahrestages eine Gedenkstunde durchgeführt, dabei wurden Zitate Ihrer Rede vorgetragen und auch als Poster am Mahnmal ausgestellt. (Fotos anbei)
 
 
 
 | Der Förderverein ist berechtigt, nach § 10 b EStG Spendenbescheinigungen auszustellen
 | Dr. J.-Ch. Kingreen * 1. Vorsitzender * Am Teich 5 * 58093 Hagen * Telefon 02331/5 39 93 * Fax 02331/591303 Edgar Marsh * Schatzmeister * Stirnband 54 * 58093 Hagen * Telefon 02331/5 41 96 * Fax 02331/ 20 66 00 (d.) René Röspel * Schriftführer * Elberfelder Str. 57 * 58095 Hagen * Telefon 02331/919458 * Fax 02331/925437
 | Konto: Sparkasse Hagen IBAN DE15 4505 0001 0100 1115 56
Www. Friedenszeichen-hagen.de 
 
 

ein Unternehmen ist mehr als ein Job. Darum ist mir wichtig, dass jedes neue Projekt auch zu mir und meinen Werten passt. Denn nur so kann ich die besten Ergebnisse erzielen.

Mahnwache zum 80. Jahrestag des Überfalls auf die Sowjetunion

Der Verein HAGENER FRIEDENSZEICHEN erinnert am Freitag, den 25. Juni, mit einer Mahnwache an den 80. Jahrestag des Überfalls der Wehrmacht auf die damalige Sowjetunion. Die Aktion beginnt um 16 Uhr am Mahnmal für Zwangsarbeiter und Deserteure in der Potthofstraße. Ab 15 Uhr treffen sich Mitglieder des Vereins im AllerWeltHaus, um darüber zu beraten, wie die Forderung nach einer Politik, die auf Frieden und Entspannung ausgerichtet ist, in den Wahlkampf eingebracht werden kann.
Am 22. Juni 1941 überfiel Hitlers Wehrmacht die Sowjetunion. Über 27 Millionen Opfer musste die Sowjetunion beklagen. Der Krieg war für beide Völker eine traumatische Erfahrung. Das Verhältnis zwischen Deutschland und der UdSSR war in den vergangenen Jahrzehnten überschattet vom Ost-West-Konflikt, kaltem Krieg und ruinösem Wettrüsten. Die Erfahrungen aus den 80er Jahren haben gezeigt, dass trotz Spannungen und Konflikten der Aufbau von vertrauensbildenden Maßnahmen, Entspannung und Abrüstung möglich sind - auch unter dem Eindruck der gemeinsamen Geschichte. Ein wichtiger Bestandteil waren dabei persönliche Begegnungen, in Hagen zum Beispiel organisiert durch die Städtepartnerschaft zwischen Hagen und Smolensk (Smolensk wurde im Juli 1941 von deutschen Truppen besetzt).
Am 23. Juni, einen Tag nach dem Jahrfestag, berät der Haushaltsausschuss des Bundestages über insgesamt 27 neue Rüstungsmaßnahmen. Ein falsches Signal, findet das HAGENER FRIEDENSZEICHEN. Die Pandemie hat gezeigt, dass die Welt eine globale Familie ist, die aufeinander angewiesen ist. Der Verein wird sich in den kommenden Monaten mit Themen der Friedenslogik beschäftigen, um Schritte aufzuzeigen, wie den gewachsenen Kriegsgefahren begegnet werden kann. Gleichzeitig wird der Verein alle Aktivitäten unterstützen, die der Begegnung dienen, zum Beispiel die Projekte des Vereins East-West-East Germany.



Städtebündnis fordert atomare Abrüstung
Am 8. Juli Flaggentag in Hagen
Über 350 Städte des weltweiten Netzwerkes „Bürgermeister für den Frieden“ werden am Mittwoch, 8. Juli, allein in Deutschland gemeinsam ein sichtbares Zeichen gegen Atomwaffen setzen. Auch in Hagen wird um 16 Uhr am Rathaus an der Volme die grüne Fahne mit der Friedenstaube gehisst. Die Aktion wird gemeinsam von der Stadt Hagen und dem Verein HAGENER FRIEDENSZEICHEN durchgeführt. Für die Stadt Hagen wird Bürgermeister Horst Wisotzki eine Ansprache halten. Anschließend findet am Friedenszeichen in der Hohenzollernstraße eine Mahnwache statt.
Rund 13.400 Nuklearwaffen bedrohen aktuell die Menschheit. 20 Atomsprengköpfe lagern nach wie vor in Büchel in der Eifel. Rüstungskontrollverträge sind gekündigt worden. Das Internationale Friedensforschungsinstitut SIPRI warnt vor einem neuen nuklearen Wettrüsten. Das macht deutlich: Atomwaffen müssen abgerüstet und geächtet werden! Ganz im Sinne des Urteils des Rechtsgutachtens des Internationalen Gerichtshofs in Den Haag vom 8.7.1996, der eine völkerrechtliche Verpflichtung zu Verhandlungen über nukleare Abrüstung feststellte.
Atomwaffen stellen eine immense Bedrohung für Städte und Gemeinden auf der ganzen Welt dar. Städte wären im Falle eines atomaren Angriffs durch ihre Wirtschaftskraft, Infrastruktur und hohe Einwohner*innenzahlen herausgehobene Ziele. Das Bündnis der Bürgermeister für den Frieden setzt sich für das Recht der Bevölkerung auf ein Leben frei von dieser Bedrohung ein. Gleichzeitig setzt sich das Bündnis ein für den 2017 von den Vereinten Nationen verabschiedeten Atomwaffenverbotsvertrag und fordert weltweit die Regierungen auf, diesem Vertrag beizutreten. In diesem Vertrag werden Atomwaffen ausdrücklich geächtet.
Ruth Sauerwein

Am 11. März 2020:
Mahnwache neun Jahre nach Fukushima

Am 11. März 2011 löste ein Tsunami die Atomkatastrophe in Fukushima aus. Diese größte
Katastrophe der zivilen Nutzung der Atomenergie jährt sich in diesem Jahr zum neunten Mal. Aus diesem Anlass ruft der Verein HAGENER FRIEDENSZEICHEN am Mittwoch, den 11. März 2020, zu einer Mahnwache am Hagener Friedenszeichen in der Hohenzollernstraße auf, um der Opfer zu gedenken. Beginn der Aktion ist um 17.30 Uhr.

„Wir erinnern uns an unserer Entsetzen im März 2011 über das Leid der Menschen, die Zerstörung der Natur. Aber wir wissen auch, dass die Katastrophe noch im vollen Gange ist: Im Inneren der zerstörten Reaktoren herrscht nach wie vor lebensbedrohliche Strahlung. Die Atomruinen müssen durch ununterbrochene Wasserzufuhr gekühlt werden. Große Teile des kontaminierten Wassers verseuchen trotz massiver Gegenmaßnahmen weiterhin Grundwasser und Meer, der aufgefangene Teil des radioaktiven Abwassers wird in riesigen Tanks gespeichert. Wegen Platzmangels soll das stark radioaktiv verstrahlte Wasser ab 2022 direkt in den Pazifik abgelassen werden. Der Schilddrüsenkrebs kommt bei Kindern im Großraum Fukushima 23 mal häufiger vor als im Landesdurchschnitt.“ So Dr. Christian Kingreen, Vorsitzender des HAGENER FRIEDENSZEICHENs.

Diese Folgen bekräftigen die Forderung: Alle Atomreaktoren müssen weltweit abgeschaltet
werden! Vor allem dürfen keine Veranstaltungen im Rahmen der Olympischen Spiele 2020 in
Tokio im Raum Fukushima stattfinden!

NEIN zu DEFENDER 2020

In unserer Zeit der Globalisierung ist Zusammenarbeit der einzige Weg, um die Menschheit vor Gefahren zu bewahren. Das gilt für die radioaktive Strahlung ebenso wie – aktuell – für Viren und den Klimawandel. In diesen Tagen läuft mit DEFENDER 2020 das größte NATO-Manöver seit Jahrzehnten an. 35.000 Soldat*innen und Kriegsmaterial werden derzeit auch über Dortmund nach Berlin und von da aus an die russische Grenze transportiert. Der Verein HAGENER FRIEDENSZEITEN sieht darin das falsche Signal in einer Zeit, die internationale Zusammenarbeit mehr denn je benötigt. Abgesehen davon, dass solche Manöver einen Umweltfrevel der besonderen Art darstellen, vertiefen sie Feindbilder.

Fukushima mahnt: Nur Zusammenarbeit aller Menschen rettet die Menschheit vor einer
ökologischen Katastrophe. Großmanöver wie DEFENDER erschweren die notwendige
internationale Zusammenarbeit!

Ruth Sauerwein